Martin Josef Haas
MJH Rechtsanwälte, Fachanwalt für Bankrecht und Kapitalmarktrecht
Fuggerstr. 14
86830 Schwabmünchen


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Die Bafin schreitet ein

Die Bafin schreitet ein: Mit Bescheid vom 24. März 2020 gegenüber der ICC Intercertus Capital (Cayman) Limited, Grand Cayman, Cayman Inseln, wurde die sofortige Einstellung des grenzüberschreitenden Eigenhandels angeordnet. Die Bafin befand:

das Unternehmen betreibt gewerbsmäßig den Eigenhandel nach § 1 Absatz 1a Satz 1 Nr. 4 lit. c Kreditwesengesetz (KWG), ohne über die nach § 32 Absatz 1 KWG erforderliche Erlaubnis der BaFin zu verfügen. (Der Bescheid ist noch nicht bestandskräftig)- Chancen für Anleger Geld zurück zu fordern!.


Dem i.d.R. unbedarften Verbraucher wird ein einfacher Einstieg in den Derivat-handel versprochen. Der Verbraucher glaubt an der Börse mit seinem Geld zu handeln.

Viele unserer Mandanten werden, nachdem sie einschlägige Handelsplattformen besuchen angerufen und aus ihrer Sicht höchst professionell von vermeintlichen Wertpapierhändler beraten.
Dem Anlage-interessierten wird erklärt, wie der Handel funktioniert, wie kinderleicht es ist ein Konto zu eröffnen.
Die richtige Marktanalyse und das erkennen eines Trends ist der Schlüssel zum Erfolg. In kurzer Zeit kann der Anleger dann auf seinem virtuellen Konto quasi live erleben, wie sein investiertes Geld für ihn arbeitet. Extrem spannende Kursentwicklungen auf seinem virtuellen Konto versprechen (vorübergehend) stattliche Gewinne. Totalverlustrisiko wird ob solcher Möglichkeiten vergessen, bzw. als kontrollierbar eingestuft. FAKE News von angeblichen CFD Millionären machen im Internet die Runde. Es wird mehr und mehr Geld investiert. Egal ob für die Wetten auf die Kursverläufe Währungen wie USD, USD, CHF, YEN, Forint u. a. angeboten und empfohlen werden, oder dem Trader als Basiswerte für durchzuführende Derivat-Geschäfte, Aktien wie etwa „amazon, apple, sony und facebook,“ oder startups zur Verfügung stehen.

Die Telefonverkäufer, die unsere Mandanten in Fällen vieler Handelsplattformen als Spezialisten (vermeintlich auf Ihrer Seite beratend und handelnd tätig) treten als überzeugende Spezialisten auf und wissen als Akquise Profis so zu animieren, dass nicht selten 5 - oder 6-stellige Beträge investiert werden und dann schlussendlich verloren gehen!

Was ich als Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht von Vertragsverhältnissen dieser Art halte?

Ganz einfach:

Es werden mit dem Vertrieb von CFD- und Forex- sowie sonstigen Derivat-Geschäften, dann erlaubte Finanzdienstleistungen erbracht, wen die Betreibergesellschaften über eine Registrierung bei der (landeseigenen) Finanzaufsicht und die erforderlichen Erlaubnisse verfügt! Und schließlich für den Verbraucher die notwendigen Risikohinweise erteilt und auch nicht beschönigt werden.

Ob dies im Einzelfall gegeben ist, ist Gegenstand der Überprüfung meiner anwaltlichen Tätigkeit in diesen Fällen.

Schreitet die BaFin ein, ist dies "kein gutes Zeichen", insbesondere , wenn Eigenhandel und ggf. fehlendes Haftungskapitalt u.a. vermutet werden. Dann liegt im Zweifel auch nicht mehr eine erlaubte und sondern ggf. eine gesetzliche verbotene Finanzdienstleistung vor. Die Folge: Die Betreibergesellschaft haftet den Anleger auf Schadensersatz (Rückabwicklung) un zwar bis zur Höhe der erbrachten Einlage.

Ob im Übrigen Risiko-Hinweise in ausreichendem Maße erteilt wurden und dann auch im Rahmen der Geschäftsverbindung keine Pflichtwidrigkeiten feststellbar sind, wie zum Beispiel, dass risikobeschönigende Versprechungen gemacht wurden ist wiederum in jeden Einzelfall gesondert zu prüfen und ergibt eine weitere Anspruchsgrundlage Schadensersatz zu fordern.

Finden sich Anhaltspunkte, dass ggf. systematisch animiert wird und damit der Sinn und Zweck etwaiger im übrigen ggf. ausreichender Risiko-Hinweise zu untergraben ist zu hinterfragen, ob und inwieweit dies der Betreibergesellschaft zurechenbar ist und Gegenstand eines verbotenen Geschäftsmodells.
Bereits in den 1990er Jahren gab es wiederholt Fälle in welchen Anleger im Rahmen einer gezielten telefonischen Akquise verleitet worden waren Derivatgeschäfte (seinerzeit Termingeschäfte und Optionen) wiederholt abzuschließen.

Da der CFD-Kunde (ähnlich wie der Trader der Optionen oder Warentermingeschäfte in der Vergangenheit handelte) weder die Risiken des Verlustes (in nennenswertem Maße) beeinflussen kann, egal ob er Premium Kunde ist, oder meint Handelstechniken zu beherrschen, gilt aus Sicht der Börsenaufsicht, wie aus einer Allgemeinverfügung der BaFin vom 08.05.2017 ersichtlich einfach Folgendes:

„Die Hebelwirkung führt bei CFDs schnell zum Verlust der Beherrschbarkeit von Marktentwicklungen und macht es einem durchschnittlichen Privatanleger nahezu unmöglich, die Wahrscheinlichkeit von Verlusten und somit die Erfolgsaussichten seiner Anlage zu antizipieren“

Wurden Sie ggf. auch belogen, oder gingen von falschen Voraussetzungen aus, wussten Sie ggf. nicht, dass die Handelsplattformen selbst und nur in Anlehnung an offizielle Börsenkurse abrechnen?

Betroffene Anleger der Handelsplattform everfx oder everfxglobal, aber auch z.B: auch europe.fx oder aber auch der Handelsplattformen, wie z. B. der Comdirect, Plus500, Tickmill, EToro oder auch der anderen Handelsplattformen erhalten von mir eine kostenfreie Ersteinschätzung und ein Angebot für Ihre rechtlichen Interessenvertretung.

Übermitteln Sie uns einfach Ihre Unterlagen via Scan.

 
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